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Das Bautagebuch
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen auszugsartig über das Baugeschehen aus dem Jahre 2012 rund um die Dorfkirche Pessin berichten.
Der Schwerpunkt unserer kurzen Berichte soll dabei auf der zeitlichen Entwicklung der Bautätigkeiten und an der Beteiligung des Vereins an der Bautätigkeiten liegen.
22.02.2012 - Archäologische Arbeiten
Die archäologischen Arbeiten im Kircheninneren und an der entnommen Sandmasse gehen weiter. Man kann nun mehr schon recht deutlich die alten Grundmauern der alten Kirche erkennen. Aus dem Fundament in der Mitte wurden deutlich zwei Fundamente. Am nördlichen Gang ist ein geschlossenes Gewölbe entdeckt worden, was auf eine weitere Gruft im Inneren der Kirche hindeutet. Beim Sieben der Sandmassen vor der Kirche wurde ein „Geldschatz“ und ein Knopf gefunden, es kamen ein paar Münzen zum Vorschein. Diese Münzen wurden sicherlich nicht vergraben, sondern sind wohl eher früheren Kirchengängern aus der Brieftasche gefallen und zwischen die Ziegel durch ins Erdreich gewandert. Natürlich wurde alles wie am Vortag sorgsam vermessen und dokumentiert. Vielleicht wird der Geldschatz, dessen monetärer Wert eher gering sein dürfte, einmal Bestandteil unseres Kirchenmuseums und geht als Kirchenschatz zu Pessin in die Geschichte ein.
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| "Der Schatz von Pessin" | Die Decke einer Gruft? |
21.02.2012 – Startbeginn der Arbeiten am Fußboden
Dank der guten Vorbereitung in den letzten Tagen konnte die Baufirma Lorey aus Paulinenaue und das Archäologiebüro Dressler, die ja auch schon in Ribbeck gebud- delt haben, pünktlich um 8 Uhr ihre Arbeit beginnen und dies trotz starkem Schnee- falls. In der Kirche war es verhältnismäßig warm.
Die einzige bisher erkennbare Absenkung in dem jetzt freigelegten Bereich wurde ausgebuddelt du sieht ungefähr aus wie ein Kanalschacht. Der restliche Bereich drum herum ist fest, es gibt keine unterirdischen Gänge, keine alte Heizungsanlage und bisher auch keine weiteren Gruften. Es kam jedoch ein alter Mauersockel zum Vor- schein. Alles Material, was ausgebuddelt wurde, wird vor der Kirche durchgesiebt und untersucht. Alles wird sorgsam dokumentiert, kommt man sich vor wie am Fundort einer sonntäglichen Tatortleiche.
In der zwischenzeitlichen Bauberatung mit Bauleiter, Bodendenkmalpfleger, Gebäude- denkmalpfleger, und den beteiligten Firmen wurde das Gesamtbild schon mal beur- teilt, dabei wurden auch der Zustand der alten Fußbodenziegel begutachtet und über Möglichkeiten vom Materialkosteneinsparungen sinniert. Übrigens die Meinung der Fachleute war eindeutig: Die Fußbankbretter sind vom Schwamm befallen und durften sofort nach draußen vor die Tür getragen werden.
Gegen Mittag dann ein freudiger Fund: Unter den Bänken befindet sich ein Funda- ment, an das sich ein Mittelgang aus Feldsteinen anschließt (so sieht es aus). Das Fundament könnte für einen Altar oder für ein Taufbecken der alten mittelalterlichen Kirche von vor 1739 gewesen sein.
07.02. bis 18.02.2011 - Vorbereitungen Fußboden
Am 11.02.2011 gab es schon richtig was zu sehen und zu fotografieren in unserer Dorfkirche. Man bekam beim Blick auf den mit Ziegeln gepflasterten Innenhof inner- halb der Kirche, der durch den Ausbau der Bänke bis dahin entstanden war, ein völlig neues Größengefühl für unsere Kirche vermittelt. Auch die alten Fußbretter wurden entfernt, ihr Zustand ist alles andere als erhaltungswürdig. Sie sind wohl nur noch als Brennholz verwendbar. Mal sehen, ob dies die Fachleute bei ihrer Begehung in der kommenden Woche auch so sehen. Einen ähnlichen Zustand haben auch die alten Lagerbalken in denen die Bankreihen am Boden einst verzahnt waren. In den folgenden Tagen wurde der Ziegelboden durch den neuen Hausmeister der Kirchengemeinde, unter- stützt von ehrenamtlichen Helfern seitens des Vereines, aufgenommen und die Ziegel vor dem Altar gestapelt.
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| Alte Mauerreste? | Spuren des Einbaues der Bänke von vor über 250 Jahren |
24.01.2012 - Baubesprechung Fußbodensanierung
Vor-Ort-Termin mit Planer, Baufirmen, GKR und Förderverein.
Grund der Baubesprechung: Trotz der Teilsanierung des Fußbodenbereichs im Mittel- schiff der Kirche im Jahre 2009 kam es Ende 2011 zu erneuten Einbrüchen von Fuß- bodenziegeln. Deshalb entschied sich der Gemeindekirchenrat in Abstimmung mit den Vorstand des Fördervereins, auch um der Ursache gründliche auf den Grund gehen zu können, nun mehr für eine Komplettsanierung des gesamten Fußbodenbereiches.
Ergebnis der Baubesprechung: Es kann eigentlich sofort losgehen, die denkmal- rechtlichen und sonstigen Genehmigungen liegen vor und alle Beteiligten konnten sich über die weitere Vorgehensweise einigen.
Aufruf an alle Mitglieder - 28.01.2012 um 9:00 Uhr
Notdürftig abgedeckt!
Die Einbruchstellen wurden notdürftig abgedeckt, nun soll alles raus! Es gibt viel zu tun!
Nun ist neben der Leistung der Baufirmen auch das handwerkliche Geschick alle Mitglieder der Kirchen- gemeinde und unserer Vereinsmitglieder gefragt, denn es besteht bei diesem Vorhaben die Möglichkeit durch Eigenleistungen die Baufirmen zu unterstützen.
Am 28.01.2012 um 9:00 Uhr sind alle Mitglieder herzlichst zum Beginn der Bauarbeiten eingeladen, wir wollen mit dem Ausbau der ersten Bänke beginnen - benötigt wird dazu handwerkliches Geschick im Umgang mit Holz sowie das dafür benötige Werkzeug und viel Muskelkraft zum Anheben der Kirchenbänke. Wir würden uns über zahlreiche Unterstützung aus den Reihen unserer Mitglieder freuen.

